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Wholesale auf Amazon: Guide für EU- und UK-Seller (2026)

So startest du mit Wholesale auf Amazon in der EU und UK: Rechtliches, Lieferanten finden, Preislisten scannen und profitabel kalkulieren.

Sep 23, 2026

Veröffentlicht

Wholesale auf Amazon ist einer der verlässlichsten Wege, ein skalierbares E-Commerce-Business aufzubauen, ohne eigene Produkte zu entwickeln. Du kaufst Markenprodukte in größeren Mengen bei autorisierten Distributoren, verkaufst sie auf bestehenden Amazon-Listings und nutzt Nachfrage, die schon da ist. Dieser Guide führt dich durch Rechtliches, Produktrecherche, Lieferantensuche, die Analyse von Preislisten, Verhandlungen, Preisgestaltung und Lagerbestand, mit klarem Fokus auf Seller in der EU und UK.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wholesale heißt: etablierte Marken weiterverkaufen. Du kaufst in großen Mengen bei autorisierten Distributoren und verkaufst auf bestehenden Listings, meist über Versand durch Amazon (FBA). Keine Produktentwicklung, kein Markenaufbau.
  • Erst die Formalitäten klären. Lieferanten erwarten ein angemeldetes Gewerbe, eine Steuernummer und eine USt-IdNr., bevor sie dir Großhandelspreise geben.
  • Fünf Schritte zum Start. Produkte mit hoher Nachfrage recherchieren, Lieferanten finden, sie prüfen, die Profitabilität mit den richtigen Tools checken und dann mit sauberen Lager- und Preisprozessen skalieren.
  • Lass Software die Fleißarbeit machen. ProfitPath findet Chancen und scannt Preislisten von Lieferanten, und ProfitPath Go, aktuell noch ProfitGo, prüft jedes Produkt, bevor du kaufst.
  • Disziplin schlägt Abkürzungen. Verlässliche Lieferanten, saubere Dokumentation, ein kontrollierter Lagerbestand und margenschonende Preise machen Wholesale profitabel.

Was ist Amazon Wholesale und was unterscheidet es von Private Label?

Amazon Wholesale bedeutet, bekannte Markenprodukte in Kartons oder auf Paletten bei autorisierten Distributoren zu kaufen und auf Amazon weiterzuverkaufen. Als Wholesale-Seller hängst du dich meist an bestehende Listings an, statt neue anzulegen. So profitierst du von Nachfrage und Bewertungen, die schon existieren.

Ein Amazon-Wholesale-Business unterscheidet sich in drei konkreten Punkten von Private Label:

  • Keine Produktentwicklung: Du entwirfst keine Logos, keine Verpackungen und lässt nichts produzieren. Du verkaufst auf bestehenden Listings.
  • Geringeres Startrisiko: Wholesale setzt auf Produkte mit nachgewiesenen Verkäufen und stabiler Nachfrage. Bei Private Label baust du eine Marke von null auf und investierst deutlich mehr im Voraus.
  • Schneller am Markt: Du sparst dir Monate für Prototypen, Tests und die Markenregistrierung.

Ein Beispiel: Du kaufst 300 Einheiten einer bekannten europäischen Hautpflegemarke bei einem autorisierten deutschen Distributor und listest sie auf Amazon.de. Das ist Wholesale. Entwickelst du eine eigene Pflegeserie mit eigener Rezeptur, eigenem Markennamen und eigener Verpackung, ist das Private Label.

Wholesale-Seller setzen auf etablierte Marken mit konstanter Nachfrage, statt dem nächsten Trend hinterherzulaufen. Die meisten nutzen FBA für Lagerung, Versand und Kundenservice, weil das den Betrieb vereinfacht und Prime-Berechtigung bringt. Und weil du in großen Mengen kaufst, sinkt dein Stückpreis. Genau das ist der finanzielle Kern des Modells.

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Rechtliches: Gewerbeanmeldung, Steuernummer und Umsatzsteuer

Seriöse Großhändler arbeiten selten mit Privatpersonen. Sie erwarten ein angemeldetes Gewerbe, Steuernummern und manchmal Referenzen, bevor sie dir ein Konto eröffnen und Großhandelspreise nennen.

Die passende Rechtsform: Die meisten Seller starten als Einzelunternehmen und wechseln später in eine Kapitalgesellschaft. Übliche Rechtsformen in Europa:

LandÜbliche RechtsformenWichtig zu wissen
DeutschlandEinzelunternehmen, GmbHEine GmbH braucht ein Mindeststammkapital
UKSole Trader, Limited Company (Ltd)Eine Ltd trennt Firmen- und Privathaftung
FrankreichMicro-entreprise, SASU oder SARLDie Micro-entreprise hat Umsatzgrenzen
ItalienDitta individuale, SRLEine SRL trennt Firmen- und Privathaftung
SpanienAutónomo, SLEine SL trennt Firmen- und Privathaftung

Gewerbeanmeldung: In Deutschland meldest du dein Gewerbe beim Gewerbeamt an, eine GmbH kommt zusätzlich ins Handelsregister. In den meisten anderen EU-Ländern läuft es ähnlich über das lokale Gewerbe- oder Handelsregister.

Steuernummer und Umsatzsteuer: Du brauchst eine Steuernummer und eine USt-IdNr., die Amazon bei der Verkäuferregistrierung abfragt. Wenn du Ware zwischen UK und EU bewegst, brauchst du außerdem eine EORI-Nummer für den Zoll.

Vorsteuer: Als umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen holst du dir die Umsatzsteuer auf deine Einkäufe über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück. Dein echter Einkaufspreis ist also der Nettopreis, und das zählt bei jeder Profitberechnung.

Bewahre alle Dokumente digital auf: Gewerbeanmeldung, Steuernummern, Rechnungen und Markenfreigaben. Amazon kann jederzeit Rechnungen anfordern, um die Herkunft deiner Ware zu prüfen. Fehlende Unterlagen können zu gesperrten Listings oder Problemen mit der Kontogesundheit führen.

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Dein professionelles Amazon-Verkäuferkonto für Wholesale

Für Wholesale auf Amazon brauchst du den Tarif "Professionell". Dem Einzelanbieter-Tarif fehlen Massen-Uploads, erweiterte Berichte und der Zugang zu vielen beschränkten Kategorien.

Das brauchst du für die Anmeldung:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
  • Geschäftskonto auf den Namen deines Unternehmens
  • Kreditkarte für die Zahlungsdaten
  • Steuernummer und USt-IdNr.
  • Telefonnummer und verifizierte Adresse

Der Tarif "Professionell" kostet auf den EU-Marktplätzen 39 € pro Monat zzgl. MwSt. und in UK 25 £ pro Monat zzgl. MwSt. Damit bekommst du Massen-Uploads, erweiterte Berichte und Zugang zu Programmen wie dem Paneuropäischen Versand durch Amazon.

Viele Wholesale-Seller aktivieren außerdem Amazon Business. Damit kannst du Mengenrabatte anbieten und B2B-Kunden erreichen, die größere Mengen kaufen.

Richte die Basics vom ersten Tag an ein: Zwei-Faktor-Authentifizierung, verifizierte Geschäftsadresse, Umsatzsteuer-Einstellungen pro Marktplatz und verknüpfte Marktplätze in Seller Central für den grenzüberschreitenden Verkauf. Dein professionelles Konto gibt dir außerdem Zugang zum Europäischen Versandnetzwerk (EFN), das wichtig wird, sobald du Bestand über mehrere Länder skalierst.

Produktrecherche: Wholesale-Produkte mit hoher Nachfrage finden

Produktrecherche ist die Grundlage für ein profitables Amazon-Wholesale-Business. Die meisten Produkte starker Marken haben schon Konkurrenz. Du suchst also Angebote, bei denen ein weiterer Seller noch Sinn ergibt und eine gesunde Marge übrig bleibt.

Prüfe Nachfrage und Wettbewerb, bevor du etwas kaufst. Starte mit den Amazon-Bestsellern, Kategorie-Rankings und dem Verlauf des Verkaufsrangs. Keepa zeigt dir historische Preise und Verkaufsränge, und ProfitGo zeigt ROI, Marge und BSR direkt auf der Amazon-Produktseite. Ein Beispiel: In der Kategorie Beauty auf Amazon.de suchst du Produkte mit einem BSR unter 5.000 und stabil mehr als 30 Verkäufen pro Monat.

Das solltest du meiden:

  • Listings, bei denen Amazon selbst die meiste Zeit die Buy Box hält
  • Marken mit strenger Durchsetzung oder Markenbeschränkungen, die einschränken, wer ihre Produkte verkaufen darf
  • Stark regulierte Kategorien wie Medizinprodukte oder Babynahrung, solange du keine Erfahrung und Freigabe hast

Der Wholesale Scanner von ProfitPath prüft komplette Lieferantenkataloge und zeigt dir die Produkte, die deine Kriterien auf Amazon.de, Amazon.fr oder jedem anderen Zielmarktplatz erfüllen. Mehr dazu weiter unten.

Einfache Filter für den Einstieg:

FilterRichtwert
Verkäufe pro MonatMindestens 20 bis 30 Stück
ROIMindestens 30 %
VerkaufspreisÜber 15 € / 15 £
PreisverlaufKeine Anzeichen für einen Preiskampf

Schau dir den Preisverlauf an, bevor du dich festlegst. So weißt du, wie der Preis reagiert, wenn neue Seller auf das Listing kommen.

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Wholesale-Lieferanten finden und prüfen

Die Lieferantensuche im Wholesale funktioniert ganz anders als bei Private Label. Du suchst keine Fabriken auf Alibaba, sondern autorisierte Distributoren, Markenhersteller und etablierte Großhändler, die ordentliche Rechnungen ausstellen und bestätigen können, dass du ihre Marken verkaufen darfst.

Wo du Lieferanten findest:

  • Messen wie die Ambiente in Frankfurt oder die Spring Fair in Birmingham
  • Websites von Marken mit Händlersuche oder einer "Wo kaufen"-Seite
  • Großhandelsverzeichnisse und Branchenverbände in jedem Land
  • LinkedIn-Nachrichten an Vertriebsleiter bei Distributoren
  • Die Supplier Search von ProfitPath über 1.000+ europäische Lieferanten-Shops, die Reverse Search, um herauszufinden, wo eine bestimmte ASIN verkauft wird, und die Spy Search, um Storefronts von Wettbewerbern zu analysieren

Die Freigabe für Markenprodukte kann dauern. Manche Marken verlangen zusätzliche Dokumente, und Lieferanten prüfen dein Unternehmen, bevor sie ein Konto eröffnen.

Checkliste für die Lieferantenprüfung:

  • Handelsregistereintrag in offiziellen Datenbanken prüfen
  • Gültigkeit der USt-IdNr. checken
  • Firmenadresse und Kontaktdaten bestätigen
  • Markenfreigaben für die Produkte anfragen, die du verkaufen willst
  • Mindestbestellmengen und Zahlungsbedingungen prüfen
  • Lieferzeiten und Versandbedingungen klären
  • Sicherstellen, dass die Rechnungen Amazons Anforderungen erfüllen: Name und Adresse des Lieferanten, dein Firmenname, einzeln aufgeführte Produkte und ein aktuelles Datum (für Freischaltungen verlangt Amazon meist Rechnungen der letzten 180 Tage)
  • Rückgaberegeln für beschädigte oder unverkaufte Ware verstehen

Mehr Details findest du in unserem Guide, wie du deinen ersten Großhändler findest.

So analysierst du eine Wholesale-Preisliste in Minuten

Sobald ein Lieferant dein Konto freischaltet, bekommst du meist dasselbe: eine Tabelle mit Tausenden Zeilen aus SKUs, EANs und Nettopreisen. Genau hier bleiben viele neue Wholesale-Seller hängen. Eine XLSX mit 3.000 Zeilen von Hand zu prüfen heißt: jede EAN einer ASIN zuordnen, den Buy-Box-Preis nachschlagen, FBA-Gebühren, Verkaufsgebühren und MwSt. berechnen und die Verkäufe schätzen, Zeile für Zeile. Bei 50 Produkten geht das. Bei 5.000 nicht.

Der Wholesale Scanner von ProfitPath macht daraus drei Schritte:

  • Schritt 1: Preisliste hochladen. Zieh die CSV-, XLSX- oder PDF-Datei deines Lieferanten hinein oder füge Zeilen direkt aus einer E-Mail ein. Du brauchst keine Vorlage, und ein Scan verarbeitet bis zu 150.000 Zeilen.
  • Schritt 2: Spalten zuordnen. Der Scanner erkennt SKU, EAN, Einkaufspreis und Menge automatisch. Du bestätigst die Zuordnung und wählst den Amazon-Marktplatz, den du prüfen willst.
  • Schritt 3: Nach Gewinn sortieren. Jede gefundene Zeile zeigt Buy-Box-Preis, FBA- und Verkaufsgebühren, die MwSt. für den Zielmarkt, Nettogewinn, Marge, ROI und geschätzte Verkäufe. Die profitablen Produkte stehen oben.

Mit Wholesale Pro prüft der Scanner dieselbe Liste gleichzeitig gegen alle EU- und UK-Marktplätze. Oft zeigt sich, dass ein Produkt mit dünner Marge auf Amazon.de auf Amazon.fr oder Amazon.it klar profitabel ist. Solche Unterschiede findest du von Hand praktisch nie.

Ein paar Funktionen sind für Wholesale besonders wichtig:

  • Marken-Blacklist und ROI-Filter entfernen Marken, für die du keine Freigabe hast, und Zeilen unter deiner Zielmarge, bevor du eine Bestellung zusammenstellst.
  • Gespeicherte Scans behalten die Spaltenzuordnung. Du öffnest eine Lieferantenliste im nächsten Monat erneut und siehst aktuelle Amazon-Preise, inklusive einer Spalte mit den Änderungen seit dem letzten Scan.
  • Optionale tägliche Re-Scans zeigen dir, wenn eine bereits verhandelte Liste attraktiver oder unattraktiver wird.
  • Geteilte Filter-Presets sorgen dafür, dass dein Sourcing-Team jede Liste nach denselben Regeln prüft.

Nimm das sortierte Ergebnis als Shortlist. Prüf die Top-Produkte mit Keepa oder ProfitGo gegen, bevor du bestellst, und nutze die Zahlen in der Verhandlung mit deinem Lieferanten.

Welcher Tarif passt zu dir? Der Wholesale Scanner ist Teil der Wholesale-Sourcing-Tarife von ProfitPath. Beide enthalten unbegrenzte Wholesale-Scans, Integrationen und ProfitGo Expert ohne Aufpreis. Das spart dir 29,95 € pro Monat gegenüber einem separaten ProfitGo-Abo.

TarifPreis (netto)MarktplätzeExtras
Wholesale Basic79 € / MonatEin Marktplatz pro ScanProfitGo Expert, Integrationen
Wholesale Pro99 € / MonatDieselbe Liste über alle EU- und UK-Marktplätze vergleichenProfitGo Expert, Integrationen, Premium-Support

Bei jährlicher Zahlung sparst du 192 € mit Basic und 240 € mit Pro. Wenn du auf einem Marktplatz verkaufst, reicht Basic. Wenn du europaweit verkaufst, rechnet sich Pro, sobald es einen einzigen Deal auf einem zweiten Marktplatz findet. Beide Tarife kannst du 14 Tage kostenlos testen.

Mit Marken und Distributoren verhandeln

Sobald du Lieferanten gefunden hast, hängt dein Erfolg davon ab, gute Preise und Zugang zu verhandeln. Dafür trittst du als seriöses Amazon-Business auf, nicht als neuer Wiederverkäufer, der nach einer Preisliste fragt.

Eine professionelle erste Nachricht enthält deinen Firmennamen, die Marktplätze, auf denen du verkaufst (zum Beispiel Amazon.de und Amazon.fr), die geplanten Mengen und deinen Mehrwert. Erkläre, dass du stabile Preise hältst, Listings verbesserst und der Marke eine größere Reichweite in Europa verschaffst.

Staffelpreise und Mengenrabatte: Lieferanten bieten oft Preisstufen ab 100, 500 oder 1.000 Stück. Weniger SKUs in größeren Mengen zu bestellen verbessert deine Marge pro Stück. Viele Marken haben außerdem Regeln für Preise und Werbung, also frag direkt nach einer Preisbindung oder Mindestpreisen.

Halte ein kleines Portfolio mit deinen besten Listings und KPIs bereit: Abverkaufsrate, niedrige Retourenquote und niedrige Fehlerquote bei Bestellungen. So wirkst du auch als neuer Seller professionell.

Langfristige Beziehungen öffnen Türen zu exklusiven Angeboten, frühem Zugang zu neuen Produktlinien oder besseren Zahlungszielen wie 30 Tage netto. Das macht einen großen Unterschied für deine Liquidität.

Profitabilität und Preisstrategie im Amazon Wholesale

Bei der Preisstrategie geht es nicht darum, der Billigste zu sein. Es geht darum, deine Marge zu schützen, bei der Buy Box konkurrenzfähig zu bleiben und Preiskämpfe bei gefragten Produkten zu vermeiden. Meist teilen sich mehrere Seller ein Listing, deshalb zählt Preisdisziplin.

So rechnest du richtig:

Berechne deine Einstandskosten (Einkaufspreis plus Versand, Zoll und Prep) und zieh dann Amazon-Gebühren, MwSt. und erwartete Retouren ab. So bekommst du deinen Nettogewinn pro Stück. Kauf nur, wenn die Marge nach allen Gebühren noch gesund ist.

Amazon-Gebühren fressen deine Marge schnell auf. Die bekannte 3x-Regel (Verkaufspreis etwa das Dreifache des Einkaufspreises) taugt als schneller Check. Für echte Kaufentscheidungen brauchst du aber einen FBA-Rechner, der EU- und UK-Gebühren und die MwSt. korrekt berechnet, zum Beispiel ProfitGo.

Die wichtigsten Preistaktiken:

  • Den Buy-Box-Preis matchen, statt aggressiv zu unterbieten
  • Mindest- und Höchstpreise festlegen, um deine Marge zu schützen
  • Preise an Lageralter und Bestand anpassen
  • Eine Nettomarge von 15 bis 30 % pro Produkt anstreben

Automatisches Repricing hilft dir, konkurrenzfähig zu bleiben. Unser kommender Amazon-Repricer ProfitPath Guard ist auf margengeschütztes Repricing ausgelegt: Du legst Mindest- und Höchstpreise selbst fest, vermeidest Preiskämpfe und reagierst auf Änderungen der Konkurrenz, ohne die Kontrolle abzugeben.

Wholesale-Listings anlegen und verbessern

Die meisten Wholesale-Seller verkaufen auf bestehenden ASINs, trotzdem zählt die Qualität des Listings. Bessere Texte, Bilder und Keywords erhöhen die Conversion und schützen das Listing vor falschen Änderungen durch andere Seller.

An ein bestehendes Listing anhängen: Such das Produkt in Seller Central, klick auf "Dieses Produkt verkaufen" und gib dein Angebot ein: Preis, Zustand, Menge und Versandart (FBA oder FBM). Bei den meisten Wholesale-Produkten existiert die ASIN bereits.

Wann du ein neues Listing anlegst: nur wenn die GTIN noch nicht auf Amazon ist oder das bestehende Listing eindeutig falsch ist und die Marke dir erlaubt, eine korrekte Version anzulegen. Prüf vorher die Barcode-Anforderungen von Amazon.

Was du an einem Listing verbessern kannst:

  • Ein klarer Titel mit Marke, Größe und wichtigsten Merkmalen
  • Bullet Points, die den Nutzen zeigen, nicht nur technische Daten
  • Korrekte Produktdaten wie Größe, Inhaltsstoffe und Gewicht
  • Hochwertige Bilder nach den Vorgaben der Marke

Behalte Änderungen am Listing und Sperrungswarnungen in Seller Central im Blick, vor allem, wenn du Hunderte Wholesale-Listings auf mehreren Marktplätzen betreust.

FBA, Lagerbestand und Nachbestellung

Selbst die besten Deals scheitern, wenn dein Lagerbestand außer Kontrolle gerät. Ausverkaufte Produkte kosten dich Buy-Box-Anteile, und zu viel Bestand führt zu Langzeitlagergebühren, besonders in europäischen Lagern mit Paneuropäischem Versand.

Die meisten Wholesale-Seller setzen auf FBA: Du schickst Kartons oder Paletten in Amazons Logistikzentren, und Amazon übernimmt Versand, Retouren und Kundenservice, inklusive Prime-Berechtigung. Die Alternative ist der Versand durch den Verkäufer (FBM), wenn du Bestellungen selbst verschicken willst.

Amazon liefert dir Verkaufs- und Bestandsberichte, aber ein Nachbestellsystem musst du selbst aufbauen. Prüf Preise, Bestände und Abverkaufsraten jede Woche.

Meldebestand festlegen: Beobachte die wöchentliche Verkaufsgeschwindigkeit, die Lieferzeiten deiner Lieferanten und die Einlagerungszeiten bei Amazon. Bei einer SKU mit 40 Verkäufen im Monat und drei Wochen Gesamtvorlauf bestellst du Bestand für vier bis fünf Wochen nach, damit keine Lücke entsteht.

Wir bauen gerade ProfitPath Desk, aktuell noch ProfitDesk, um Bestellungen, Inbound-Sendungen und Bestände pro Marktplatz an einem Ort zu bündeln. Es ist noch nicht live, aber du kannst dich auf die Warteliste setzen.

Wenn du wächst, kann ein Prep Center in Deutschland, Polen oder UK deine Paletten annehmen, Produkte etikettieren und bündeln und sie nach den Vorgaben des jeweiligen Marktplatzes an Amazon weiterschicken.

Risiken und Fehler, die dein Wholesale-Business gefährden

Amazon Wholesale ist planbarer als Private Label, aber nicht risikofrei. Dein Kapital steckt im Bestand, Markenrichtlinien können sich ändern, und Amazon setzt strenge Leistungskennzahlen durch, die bis zur Kontosperrung führen können. Außerdem hast du weniger Kontrolle über die Kundenbeziehung als in einem eigenen Shop.

Typische Fehler:

  • Zu viel bezahlen, weil du nie mehrere Lieferanten vergleichst
  • Produkte kaufen, bei denen Amazon oder die Marke selbst das Listing dominiert
  • Anforderungen an Rechnungen und Echtheitsnachweise ignorieren
  • Trendprodukten mit instabilen Preisen hinterherlaufen statt auf konstante Nachfrage zu setzen

Dokumentation: Bewahre Rechnungen autorisierter Lieferanten, Markenfreigaben und Verträge geordnet auf. Amazon kann jederzeit Echtheitsnachweise verlangen, und fehlende Dokumente können zur Entfernung von Listings führen.

Margenschutz: Preisdisziplin und später ProfitPath Guard helfen dir, einen Preiskampf nach unten zu vermeiden, der selbst bei gefragten Produkten den Gewinn zerstört.

Monatliche Reviews: Streiche SKUs mit niedriger Marge, verhandle Einkaufspreise neu und verschiebe Kapital zu deinen Produkten mit dem besten ROI. Deine Daten aus ProfitPath und ProfitGo zeigen dir, was du aufnehmen oder aussortieren solltest.

So unterstützt ProfitPath Wholesale-Seller in Europa und UK

ProfitPath ist ein verbundenes Tool-Set für Amazon-Seller auf den europäischen und britischen Marktplätzen.

  • ProfitPath (Sourcing): Der Wholesale Scanner gleicht komplette Preislisten (CSV, XLSX oder PDF, bis zu 150.000 Zeilen) mit Live-Daten von Amazon ab und sortiert jede Zeile nach Gewinn. Er ist in den Tarifen Wholesale Basic und Wholesale Pro enthalten, beide inklusive ProfitGo Expert. Die Supplier Search deckt 1.000+ europäische Lieferanten-Shops ab, die Reverse Search findet, wo eine ASIN verkauft wird, und die Spy Search beobachtet Storefronts der Konkurrenz. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Artikel zum Scannen von Wholesale-Listen.
  • ProfitGo (Analyse): Chrome-Extension und Mobile App mit FBA-Gebührenrechner, ROI, Marge, BSR-Verlauf, Verkaufsschätzungen und Risikohinweisen wie Gefahrgut oder Verkaufsbeschränkungen, direkt auf Amazon oder Lieferantenseiten.
  • ProfitDesk (bald verfügbar): unser kommendes Operations-Tool für Lieferantenbestellungen, Bestände über mehrere Marktplätze, Prep Center und FBA-Sendungen. Zur Warteliste.
  • ProfitPath Guard (kommender Amazon-Repricer): volle Kontrolle über Mindest- und Höchstpreise, nachvollziehbare Preisentscheidungen und der Fokus darauf, deine Marge zu schützen, während du um das Empfohlene Angebot und die Buy Box konkurrierst.

Zu ProfitPath gehören außerdem Videokurse und die Community, mit Live-Mentoring-Calls und einem Discord, die Wholesale-Sellern von den ersten Bestellungen bis zum Verkauf auf mehreren Marktplätzen helfen.

Schritt für Schritt: Dein Amazon-Wholesale-Business in 90 Tagen

Hier ist ein realistischer 90-Tage-Plan für neue Wholesale-Seller in Europa oder UK, ausgehend von einem Startbudget von einigen Tausend Euro für den ersten Bestand.

Tag 1 bis 30: Grundlagen

  • Rechtsform wählen (Einzelunternehmen, GmbH, Ltd, SARL oder SL)
  • Gewerbe anmelden, Steuernummer und USt-IdNr. beantragen
  • Ein professionelles Amazon-Verkäuferkonto eröffnen
  • Marktplatz-Einstellungen abschließen: Umsatzsteuer, Bankdaten und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Tag 31 bis 60: Recherche und Lieferanten ansprechen

  • Mit Amazon-Bestsellern und ProfitPath Produktideen finden
  • 20 bis 50 potenzielle Wholesale-Produkte mit deinen Filtern auswählen
  • 10 bis 20 Großhändler oder Marken mit einem professionellen Angebot kontaktieren
  • Jede Preisliste, die du bekommst, durch den Wholesale Scanner laufen lassen und nur die Zeilen behalten, die deine ROI- und Markenfilter bestehen
  • Mindestens zwei bis drei freigeschaltete Konten bei autorisierten Distributoren sichern

Tag 61 bis 90: Erster Bestand und Auswertung

  • Kleine Testbestellungen von 50 bis 150 Stück pro SKU aufgeben, um das Risiko zu begrenzen
  • Bestand über ein Prep Center oder deinen eigenen Ablauf an FBA schicken
  • Listings anlegen oder dich anhängen und deine Preisstrategie festlegen
  • Deine ersten drei bis fünf ASINs genau verfolgen: Verkaufsgeschwindigkeit, Gebühren und Retouren

Nach 90 Tagen schärfst du deine Kriterien mit echten Verkaufsdaten. Erhöhe die Bestellmengen bei Gewinner-SKUs und sortiere die schwachen aus. Halte nicht an versunkenen Kosten fest. Iteration ist der eigentliche Businessplan.

Wholesale auf Amazon belohnt Disziplin, nicht Abkürzungen. Starte mit kleinen Testbestellungen, prüfe deine Zahlen und skaliere, was funktioniert.

Bereit für den Start? Teste einen Wholesale-Tarif 14 Tage kostenlos, scanne deine Lieferantenlisten für ganz Europa und analysiere Produkte mit ProfitGo, das in beiden Tarifen enthalten ist.

FAQ

Wie viel Kapital brauche ich für ein Amazon-Wholesale-Business?

Die meisten Seller starten mit 2.000 bis 5.000 € für den ersten Bestand, FBA-Prep, Versand und Amazon-Gebühren. Der genaue Betrag hängt von deiner Nische und den Mindestbestellmengen der Lieferanten ab. Kategorien mit kleinen Verpackungseinheiten erlauben einen Start am unteren Ende, Premium-Marken in großen Mengen treiben den Betrag nach oben.

Brauche ich ein Gewerbe, um Wholesale auf Amazon zu machen?

Amazon selbst verlangt für die Kontoeröffnung nicht immer eins. Die meisten seriösen Großhändler und großen Marken arbeiten aber nur mit angemeldeten Unternehmen, die eine Gewerbeanmeldung, eine Steuernummer und in den meisten europäischen Ländern eine USt-IdNr. vorweisen können. Ohne diese Unterlagen bekommst du kaum Großhandelspreise oder Markenfreigaben.

Lohnt sich Amazon Wholesale bei so viel Konkurrenz noch?

Ja, für Seller, die Produkte datenbasiert auswählen, ihre Margen schützen und langfristige Lieferantenbeziehungen aufbauen. 2025 haben kleine und mittlere Unternehmen aus der EU einen Rekordumsatz von 40 Milliarden Euro auf Amazon erzielt. Der Markt wächst also weiter. Peile eine Nettomarge von 15 bis 30 % an und nutze Tools wie ProfitPath, um profitable Produkte zu finden, die du von Hand kaum entdecken würdest.

Kann ich Wholesale mit Online-Arbitrage oder Private Label kombinieren?

Ja. Viele erfahrene Seller kombinieren Wholesale mit Online-Arbitrage oder Retail-Arbitrage, um ihr Risiko zu streuen. Wholesale bringt Stabilität mit bekannten Marken, Private Label mehr Potenzial und eine eigene Marke, und Arbitrage schnelle Umschläge bei einzelnen Deals.

Welchen ProfitPath-Tarif brauche ich für Wholesale?

Wähle einen der Wholesale-Sourcing-Tarife. Wholesale Basic (79 € pro Monat netto) scannt Lieferantenlisten gegen einen Marktplatz. Wholesale Pro (99 € pro Monat netto) vergleicht dieselbe Liste über alle EU- und UK-Marktplätze und bietet Premium-Support. Beide enthalten ProfitGo Expert und einen 14-tägigen kostenlosen Test.

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