Ein Amazon Storefront ist eine Seite, die alle Produkte einer Marke, eines Verkäufers oder eines Creators an einem Ort zeigt. Für Käufer ist das ein schneller Weg, das Sortiment einer Marke zu durchstöbern. Für Seller ist es eine der wertvollsten Datenquellen auf Amazon, denn der Storefront eines Konkurrenten zeigt genau, was er verkauft, was er neu aufnimmt und wo das Geld liegt. In diesem Guide erfährst du, welche drei Arten von Amazon Storefronts es gibt, wie du jeden Storefront auch ohne Link findest, wie du selbst einen erstellst und wie du Konkurrenz-Storefronts mit ProfitGo und ProfitPath analysierst und überwachst.
Was ist ein Amazon Storefront? Die Kurzantwort
„Amazon Storefront" kann drei verschiedene Dinge meinen, und die meiste Verwirrung entsteht, wenn man sie vermischt:
- Marken-Store (Brand Store): ein kostenloser, individuell gestaltbarer Shop mit mehreren Seiten für Marken mit Amazon-Markenregistrierung. Die Adresse folgt dem Muster amazon.de/stores/Marke/page/ID.
- Verkäufer-Storefront: die Seite mit allen Produkten eines Drittanbieters. Jeder Verkäufer mit Amazon-Verkäuferkonto hat einen, erreichbar über die Seller-ID, zum Beispiel amazon.de/s?me=SELLER-ID.
- Influencer-Storefront: eine Seite, auf der Creator im Amazon-Influencer-Programm Produktempfehlungen, Ideenlisten und shoppable Videos sammeln. Die Adresse lautet amazon.de/shop/name.

Für Online-Arbitrage- und Wholesale-Seller ist der Verkäufer-Storefront der wichtigste der drei. Er ist ein Live-Fenster in das Geschäft eines Konkurrenten.
Einen Amazon Marken-Store finden
Marken-Stores sind leicht zu finden und praktisch, wenn du das komplette Sortiment einer Marke sehen willst:
- Schritt 1: den Markennamen in die Amazon-Suche eingeben und auf das Logo oder den Namen über den Ergebnissen klicken.
- Schritt 2: oder ein Produkt der Marke öffnen und direkt unter dem Titel auf „Besuche den [Marke]-Store" klicken.
- Schritt 3: im Store nach Kategorie stöbern oder die eigene Suche des Stores nutzen.
Marken-Stores haben oft eine eigene Startseite, Kategorieseiten, Videos und einen Folgen-Button, damit Kunden der Marke folgen und neue Produkte in ihrem Feed sehen. Viele Marken verlinken ihren Store auch von der eigenen Website und aus Google-Anzeigen.
Warum Marken einen Amazon Store bauen
- Kein Wettbewerb im Store: anders als in den Suchergebnissen zeigt ein Marken-Store keine Werbung anderer Marken.
- Eigenes Design: Marken bauen Stores mit mehreren Seiten aus Amazons Vorlagen, mit klickbaren Bildern, Videos, Textfeldern und shoppable Medien.
- Cross-Selling und Upselling: passende Produkte stehen zusammen, sodass Kunden Zubehör und größere Sets finden.
- Mobil und teilbar: Stores passen sich automatisch an Smartphones an und haben eine eigene URL, mit der Marken externe Besucher gezielt hinleiten.
- Statistiken: die eingebauten Store-Insights zeigen Besucher, Traffic-Quellen und Umsätze.
Den Storefront eines Verkäufers auf Amazon finden
Das ist die Frage, die Seller am häufigsten stellen, und sie ist in unter einer Minute beantwortet:

- Schritt 1, Produkt öffnen: auf der Produktseite auf den Händlernamen neben „Verkauft von" klicken oder „Andere Verkäufer" öffnen, um alle Angebote zu sehen.
- Schritt 2, Verkäuferprofil öffnen: auf einen Verkäufernamen klicken. Das Profil zeigt Bewertungen, Feedback und die Geschäftsinformationen, die Verkäufer in der EU angeben müssen, etwa Firmenname und Adresse.
- Schritt 3, Storefront öffnen: im Profil auf den Link zu den Produkten des Verkäufers klicken. Die Seller-ID ist der Code aus etwa 13 bis 14 Zeichen in der Adresse, zum Beispiel amazon.de/s?me=A1B2C3D4E5F6G7. Mit diesem Link öffnest du den Storefront jederzeit wieder.
Wie finde ich einen Verkäufer ohne Link? Such nach einem Produkt, das der Verkäufer anbietet, öffne „Andere Verkäufer" und klick auf seinen Namen. Direkt in der Amazon-Suche kannst du nicht nach Verkäufern suchen, der Einstieg ist immer die Produktseite. Zeigt ein Storefront-Link einen Fehler oder eine leere Seite, hat der Verkäufer sein Konto pausiert oder im jeweiligen Marktplatz keine aktiven Angebote.
Einen Amazon Influencer-Storefront finden
- Adresse ausprobieren: amazon.de/shop/ gefolgt vom Namen des Creators.
- Link in der Bio prüfen: auf Instagram, TikTok oder YouTube verlinken die meisten Creator dort ihren Storefront.
- Hashtags durchsuchen: zum Beispiel #FoundItOnAmazon auf Social Media, um Creator und ihre Storefronts zu entdecken.
- Über ein Produkt oder Amazon Live: Produktseiten und Amazon-Live-Streams zeigen Videos von Creatorn, der Name führt zum Storefront.
Creator verdienen über ihren Affiliate-Link eine Provision, wenn Kunden Produkte kaufen. Marken nutzen Influencer-Storefronts, um Creator zu finden, die zu ihrer Zielgruppe passen.
Einen Amazon Storefront erstellen und mit dem Verkaufen starten
Verkäufer-Storefront: den bekommt jeder Verkäufer automatisch mit einem Amazon-Verkäuferkonto. In der EU kostet der professionelle Verkaufstarif 39 € pro Monat zzgl. Verkaufsgebühren, der Einzelanbieter-Tarif 0,99 € pro verkauftem Artikel. Alles zur Einrichtung steht in unserem Amazon Seller Central Guide.
Marken-Store: du brauchst einen professionellen Verkaufstarif und eine aktive Amazon-Markenregistrierung. Der Store wird in Seller Central mit dem Store-Builder kostenlos erstellt. Er gehört zu den Werbelösungen für Marken, neben Sponsored Products Ads und Amazon Vine, mit dem Marken erste Rezensionen für neue Produkte sammeln.
Influencer-Storefront: Creator bewerben sich mit einem Social-Media-Konto beim Amazon-Influencer-Programm. Amazon achtet auf Follower und Interaktion, nennt aber keine feste Mindestzahl.
Anreize und Services für neue Verkäufer
Wer heute auf Amazon.de startet, kann laut Amazon als berechtigter neuer Verkäufer Anreize im Wert von bis zu 47.250 € erhalten. Dazu gehören aktuell:
- 10 % zurück auf die ersten 45.000 € Markenumsätze für Marken mit Markenregistrierung (Bonus für neue Marken)
- Guthaben für Sponsored Products Ads
- Guthaben für Rezensionen über Amazon Vine
- Kostenlose Lagerung und Rabatte bei Versand durch Amazon für neue Produkte
Dazu kommen optionale Services wie Versand durch Amazon und Werbung. Prüf die aktuellen Bedingungen in Seller Central, denn Amazon passt das Programm regelmäßig an.
Warum Verkäufer-Storefronts Gold für Arbitrage-Seller sind
Ein erfolgreicher Konkurrent hat die harte Arbeit schon erledigt: profitable Produkte gefunden, die Nachfrage geprüft und eingekauft. Sein Storefront zeigt dir:
- Welche Produkte und Marken er verkauft, darunter viele, die du über Keyword-Suchen nie finden würdest
- Neue Angebote, sobald sie erscheinen, oft ein Hinweis auf einen frischen Deal
- Einkaufsmuster, zum Beispiel wenn ein Seller mehrere Produkte desselben Händlers auf einmal aufnimmt
- Saisonale und trendige Produkte, die einen zweiten Blick wert sind
Das Problem: Storefronts von Hand zu prüfen und jede ASIN in Keepa und einen Rechner zu kopieren, kostet Stunden, und den Deal findest du meist Tage nach dem Konkurrenten. Genau hier kommen ProfitGo und ProfitPath ins Spiel.
Jeden Storefront mit ProfitGo analysieren
ProfitGo ist die Browser-Erweiterung und App von ProfitPath. Mit dem Storefront Scanner analysierst du einen ganzen Storefront statt einzelner Produkte:
- Storefront-URL in die ProfitGo-Suche einfügen. ProfitGo zeigt eine Übersicht aller Produkte dieses Storefronts, sodass du sie in einer Liste prüfen kannst.
- Jedes Produkt in Sekunden prüfen. Zu jedem Produkt zeigt ProfitGo Gewinn, ROI, Marge, Gebühren, geschätzte Verkäufe pro Monat und ob du es verkaufen darfst. Von Amazon bestätigte Verkäufe sind mit „+" markiert.
- Charts öffnen. Preisverlauf und Verkaufsrang zeigen, ob der heutige Preis stabil ist. Der Verlauf der Verkäuferanzahl verrät das Private-Label-Risiko: Eine flache Linie mit weniger als 5 Verkäufern bei einem Produkt mit vielen Verkäufen ist ein Warnsignal.
- Angebote ansehen. Der Bereich „Offers" zeigt Lagerbestände und Versandart der anderen Verkäufer, damit du die Konkurrenz auf dem Listing einschätzen kannst.
- Marken und Einkaufsmuster aufdecken. Über den ganzen Storefront siehst du schnell, auf welche Marken und Produktarten sich ein Konkurrent konzentriert.
Mit dem Detektiv-Icon in ProfitGo übernimmst du jeden Verkäufer eines Listings samt aller Produkte mit einem Klick in die Spy Search. Die Charts erklärt unser Keepa-Guide im Detail.
Konkurrenz-Storefronts mit der ProfitPath Spy Search überwachen
Einen Storefront einmal zu analysieren ist gut. Ihn jeden Tag im Blick zu behalten ist besser. Die Spy Search in ProfitPath überwacht Konkurrenz-Storefronts für dich:

- Storefront hinzufügen: Seller-ID einfügen, Marktplatz wählen und den Verkäufer importieren. Storefronts, die schon in der Datenbank sind, laden in Sekunden, neue in wenigen Minuten.
- Neue Produkte sehen: neu aufgenommene Produkte werden markiert, und der Filter „New Products" zeigt nur, was ein Konkurrent gerade gelistet hat.
- Herausfinden, wo du kaufen kannst: die Spy Search sucht die Produkte des Storefronts rückwärts in über 1.000 Lieferanten-Shops und zeigt den wahrscheinlichen Lieferanten und deinen Gewinn.
- Alarme erhalten: jedes neue Produkt kann in deinem Discord landen, mit Filtern für Mindestmarge, ROI, Gewinn und bestätigte Verkäufe.
- Alle Märkte abdecken: die Spy Search funktioniert auf den Amazon-Marktplätzen in der EU und in UK. Wie viele Storefronts du überwachen kannst, hängt von deinem Tarif ab.
Mit Dealwatch gehst du noch einen Schritt weiter: Unter „Synced Storefronts" importierst du alle ASINs eines überwachten Storefronts in die Store Alerts und A2A Alerts. ProfitPath meldet sich dann, sobald eines dieser Produkte in einem Shop oder auf einem anderen Amazon-Marktplatz profitabel zu kaufen ist. Für einzelne Produkte findet die Reverse ASIN Suche Shops, die ein Produkt günstiger verkaufen.
Welche Storefronts lohnen sich?
- Verkäufer mit Marken oder Kategorien, die dich interessieren
- Verkäufer mit vielen aktiven Angeboten, mindestens 4 bis 5 Arbitrage-Produkten
- Verkäufer, die regelmäßig auf profitablen, umkämpften Listings auftauchen, etwa bei SSDs oder beliebtem Spielzeug
- Verkäufer mit einem Einkaufsmodell wie deinem, zum Beispiel Online-Arbitrage oder Wholesale
Meide große Marken, die nur eigene Produkte verkaufen, und Verkäufer mit nur 1 bis 3 Angeboten.
Typische Fehler bei der Storefront-Suche
- Die drei Arten verwechseln: ein Marken-Store zeigt keine anderen Verkäufer, und ein Influencer-Storefront zeigt nicht, was ein Seller auf Lager hat.
- In der Suchleiste nach Verkäufern suchen: das funktioniert nicht. Starte immer von einer Produktseite.
- Den Verkäufernamen statt der Seller-ID kopieren: Namen können sich ändern und doppelt vorkommen. Die ID bleibt gleich.
- Deals blind kopieren: ein Produkt der Konkurrenz ist nur ein Hinweis. Prüf Preisverlauf, Verkäufe und Private-Label-Risiko, bevor du kaufst.
Häufige Fragen zu Amazon Storefronts
Was sind Amazon Storefronts?
Seiten, die alle Produkte einer Marke (Marken-Store), eines Verkäufers (Verkäufer-Storefront) oder eines Creators (Influencer-Storefront) auf Amazon zeigen.
Wie finde ich den Storefront eines Verkäufers?
Produkt öffnen, auf den Verkäufernamen neben „Verkauft von" oder unter „Andere Verkäufer" klicken und im Verkäuferprofil seine Produkte öffnen. Die Adresse enthält die Seller-ID.
Wie finde ich einen Amazon Storefront ohne Link?
Bei Verkäufern über ein Produkt, das sie anbieten. Bei Influencern über amazon.de/shop/ plus ihren Namen, den Link in ihrer Social-Media-Bio oder Hashtags wie #FoundItOnAmazon.
Kann jeder einen Amazon Storefront haben?
Jeder Verkäufer hat automatisch einen Verkäufer-Storefront. Für einen Marken-Store brauchst du die Markenregistrierung, für einen Influencer-Storefront die Aufnahme ins Influencer-Programm.
Was kostet ein Verkäuferkonto bei Amazon?
Der professionelle Tarif kostet 39 € pro Monat zzgl. Verkaufsgebühren. Der Einzelanbieter-Tarif hat keine Monatsgebühr, kostet aber 0,99 € pro verkauftem Artikel.
Wie viele Follower brauche ich für einen Influencer-Storefront?
Amazon nennt keine feste Zahl. Entscheidend sind Follower und Interaktion auf deinem Social-Media-Konto.
Fazit
Amazon Storefronts gibt es in drei Arten, und für Seller ist der Verkäufer-Storefront der wertvollste. Jeden Storefront findest du in unter einer Minute über die Produktseite und die Seller-ID. Der echte Vorteil entsteht danach: den ganzen Storefront mit ProfitGo analysieren, ihn mit der Spy Search in ProfitPath täglich überwachen und sofort erfahren, wenn ein Konkurrent ein neues Produkt listet, das du profitabel kaufen kannst. Mehr zu Produktnummern erklärt unser Guide Was ist eine Amazon ASIN.



